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Ein- und Auszahlung: welcher Weg zurückführt
Die Kasse eines erlaubten Anbieters sieht in beide Richtungen gleich aus, funktioniert aber nicht in beide Richtungen gleich. Wer das vor der ersten Einzahlung weiß, wartet später nicht auf eine Auszahlung, die über einen ganz anderen Kanal kommt.
Bei erlaubten deutschen Anbietern findet sich im Kern immer dieselbe Auswahl: PayPal, Klarna mit der Sofortüberweisung, Trustly, die klassische Banküberweisung, Visa und Mastercard, paysafecard sowie Apple Pay und Google Pay. Welche davon ein einzelnes Haus tatsächlich führt, unterscheidet sich; die Liste als Ganzes verändert sich zwischen den Anbietern kaum.
Alles, was darüber hinausgeht, ist erklärungsbedürftig. Ein exotischer Zahlungsweg auf einer Seite, die sich als deutsch lizenziert ausgibt, ist ein Anlass, die Erlaubnis noch einmal nachzuschlagen.
Die Einzahlungsseite ähnelt sich bei allen Häusern, die Auszahlungsseite tut das nicht. PayPal und die Banküberweisung sind bei den von uns gelesenen Anbietern durchgehend auch Auszahlungswege. Klarna, Apple Pay und Google Pay sind dort reine Einzahlungswege, und bei den Karten sowie bei Trustly widersprechen sich die Anbieter untereinander so deutlich, dass wir dafür keinen Marktwert angeben.
Wo eine Schiene nicht auszahlen kann, landet das Geld auf dem Bankkonto. Das ist kein Sonderfall, sondern der übliche Ausweg, und es erklärt, warum eine Auszahlung oft länger braucht als die Einzahlung, mit der der Vorgang begann.
§ 6a GlüStV verlangt ein verifiziertes Spielkonto und knüpft eine Änderung der Zahlungs- oder Bankdaten an eine erneute Prüfung. Bis diese abgeschlossen ist, darf nur auf die vor der Änderung hinterlegten Daten ausgezahlt werden. Wer kurz vor einer Auszahlung die Bankverbindung wechselt, verlängert den Vorgang, statt ihn zu beschleunigen.
Hinzu kommt der Namensabgleich aus den geldwäscherechtlichen Pflichten. Ein- und Auszahlungen müssen auf den Kontoinhaber lauten. Die Zahlung vom Konto einer dritten Person schließen die Anbieter selbst aus und kündigen dafür die Sperre des Kontos an.
giropay wurde zum Jahresende 2024 eingestellt und ist keine Zahlungsart dieses Marktes mehr. Wenn eine Anbieterseite das Verfahren noch im Fließtext erwähnt, handelt es sich um einen veralteten Absatz und nicht um eine wählbare Option.
Wero, das als Nachfolgeverfahren gilt, wird von den erlaubten Anbietern nicht angeboten. Ein Verfahren abzulösen bedeutet eben nicht, für Glücksspiel akzeptiert zu sein. Kryptowährungen nimmt ebenfalls kein erlaubter Anbieter an; ein ausdrückliches gesetzliches Verbot dafür gibt es allerdings nicht, die Schiene wird schlicht nicht geführt.
Kein deutscher Anbieter veröffentlicht einen gemessenen Median. Veröffentlicht werden Freigabefenster und daneben die Laufzeit der Bank, also zwei verschiedene Größen, die im Alltag zusammen die Wartezeit ergeben.
Unsere Tabelle zeigt deshalb entweder eine gestoppte Zeit oder das vom Anbieter genannte Fenster und schreibt jeweils dazu, um welches von beidem es sich handelt. Ein Fenster ist eine Zusage und keine Messung. Wir rechnen es nicht in eine Minutenzahl um, die niemand erhoben hat.